„Das nächste Spiel ist immer das schwerste...“ - Handlungsstrategien für FanprojektmitarbeiterInnen.

Eine Fortbildungsreihe der AWO Bundesakademie in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle der Fanprojekte (KOS)

Von Oktober 2015 bis März 2016 nahm Christian an einer dreiteiligen Modulreihe mit dem Titel „Das nächste Spiel ist immer das schwerste..“ - Handlungsstrategien für FanprojektmitarbeiterInnen teil. Die Fortbildungsreihe wurde konzipiert von der AWO Bundesakademie in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS). Ort der Modulreihe war das Haus Humboldtstein der AWO Bundesakademie in Remagen-Rolandseck.

Die Modulreihe setzte an den aktuellen Fragestellungen der Fanprojektarbeit an. So bestand der erste Teil der Weiterbildung mit den beiden Rechtsanwältinnen Vera Speckin und Angela Furmaniak zum Thema Arbeits- und Strafrecht. Informiert wurde darüber, welche arbeitsrechtlichen Grundlagen in der Fanarbeit eine Rolle spielen und welche Rechte und Pflichten Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei haben. Weitere Themen waren Zeugnisverweigerungsrecht, Schweigepflicht und Schutz von klientenbezogenen Daten.

Im Modul Öffentlichkeitsarbeit verschaffte Dozent Kay-Uwe Rohn den TeilnehmerInnen ein Überblick über die Medienwelt, Maßnahmen und Strategien einer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit und den damit zusammenhängenden Rechtsgrundlagen. Wir arbeiteten an einer Leitbildentwicklung in der Öffentlichkeitsarbeit, der Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Akquirierung neuer Zielgruppen. Das letzte Modul wurde zweiteilig durchgeführt. Mit dem Dozenten Dr. Wolfgang Wildfeuer befassten wir uns mit der Entwicklung einer klaren Gesprächsgrundhaltung, aktivem Zuhören, ausgewählten Moderationsanlässen sowie der Moderation von Konflikten.

Die Modulreihe wurde abgeschlossen mit der Erstellung und Präsentation einer Praxis-Transfer-Aufgabe von jedem Teilnehmer mit allen gebuchten Modulen. Christian präsentierte das Konzept des neuen Fanprojekt-Flyers, der demnächst veröffentlicht wird. Ein Zertifikatsabschluss von der KOS und der AWO Bundesakademie war der Lohn aller Mühen.

Insgesamt eine sehr gute Modulreihe für alle KollegInnen der Fanprojekt-Arbeit. Diese Modulreihe hat Qualität! An dieser Stelle eine herzliches Dankeschön an Anna Hillebrand von der AWO Bundesakademie für die reibungslose Organisation der Veranstaltungen.

Rückblick auf die BAG Bundestagung 2016 in Gelsenkirchen

 Vom 22. bis 24. März 2016 fand in der Veltins Arena in Gelsenkirchen die 23. Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) unter dem Titel „Back to the future!? – Soziale Arbeit 3.0“ statt.

Nach der offiziellen Begrüßung durch BAG-Sprecher Philip Krüger folgten Grußworte unter anderem von Peter Peters (FC Schalke 04), Christina Kampmann (Jugendministerin NRW) und Michael Gabriel (KOS) darauf folgte ein thematischer Input von Jonas Gabler (KoFaS). Die anschließende Podiumsdiskussion war aus Sicht der BAG erfreulicherweise sehr hochkarätig besetzt. Moderiert von Manni Breuckmann diskutierten Christina Kampmann (MFKJKS NRW), Bernd Heinen (MIK NRW), Peter Peters (FC Schalke 04), Hendrik Große Lefert (DFB), Peter Römer (Fußballmagazin Transparent) und Philip Krüger (BAG der Fanprojekte) über aktuelle Entwicklungen in der Fanprojektarbeit. Ministerin Kampmann lobte die Fanprojekte für ihre präventive Arbeit und zeigte Verständnis für den Wunsch nach einem Zeugnisverweigerungsrecht, sie sicherte Unterstützung für weitere Schritte der BAG bei diesem Thema zu. Aus Sicht der BAG ist das Zeugnisverweigerungsrecht für Fanprojektler_innen notwendig, da Vertrauen ein elementarer Bestandteil von aufsuchender Jugendsozialarbeit ist. „Eine Stärke von Fanprojekten und Fanprojektarbeit ist es, dass wir mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch dann weiter sprechen und zusammenarbeiten, wenn sie mal einen Fehler gemacht haben“, betont BAG-Sprecher Philip Krüger. Markus Mau, Leiter des Schalker Fanprojekts, ergänzt: „Auch bei uns fällt der Dialog nicht von den Bäumen“. Dies bestätigte Peter Peters, der dem Schalker Fanprojekt eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen Fans und Verein attestierte.

Nach dem Abendessen nahm ich dann an der sehr empfehlenswerten ca. dreistündigen „Mythos-Tour“ teil, welche schon seit mehr als zehn Jahren von Olivier Kruschinski durchgeführt wird. Vom Schalker Gotteshaus, über den Schalker Markt bis hin zur Glückauf-Kampfbahn werden hierbei geschichtsträchtige Orte besichtigt. Zahlreiche Anekdoten über bedeutende Personen und Ereignisse rund um den FC Gelsenkirchen Schalke 04 e.V. ließen die Tour kurzweilig und interessant erscheinen. Der Abend wurde dann noch durch einen Besuch in den Räumlichkeiten des Schalker Fanprojekts abgerundet, welches die drei Tage gemeinsam mit weiteren HelferInnen und UnterstützerInnen hervorragend organisiert hatte.

Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Gruppenarbeit, in denen die FanprojektlerInnen ihre Arbeit reflektieren und sich mit aktuellen Entwicklungen rund um Jugendsozialarbeit und Fankultur beschäftigen konnten. Themen waren unter anderem zunehmende Kollektivstrafen gegen Vereine und Fans, die stetige Ausdifferenzierung der Fanszenen sowie aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.

Es gab die Möglichkeit an einem der neun verschiedenen Workshops teilzunehmen. Ich entschied mich für Workshop Nummer drei: „Mehr Geld = mehr Arbeit = mehr Stress!?!?“. Dieser beschäftigte sich hauptsächlich mit der Frage, welche Stressfaktoren in der Fanprojektarbeit vorhanden sind und welche Ursachen diese haben (können). Bedeuten bspw. mehr finanzielle Mittel für Fanprojekte, der erhöhte medialer Fokus auf deren Arbeit, deutschlandweit wachsende Szenen oder verschiedenste teilweise sich gegenüberstehende Erwartungshaltungen von Menschen und Institutionen rund um den Fußball (DFL, DFB, Verein, Polizei, Fans, Medien, Träger, Kommunen und Länder, Politik…) automatisch, dass sich das Arbeitsfeld der Jugend- und SozialarbeiterInnen verändert und neu strukturiert werden muss? Konkrete Lösungen oder eine für alle Standorte allgemeingültige Beantwortung dieser komplexen Frage, konnte an einem Tag selbstverständlich nicht gefunden werden. Dennoch gab es einen intensiven Austausch über diverse Punkte an dessen Ende auch die Themen Supervision, Mediation, Coaching und andere begleitende Instrumente behandelt wurden. Die Ergebnisse aller Workshops wurden festgehalten und allen anwesenden im Plenum kurz vorgestellt.

Am letzten Tag gab es noch den BAG e.V. internen Teil, welcher vor allem inhaltlichen und organisatorischen Diskussionen der Mitgliederversammlung Raum zur Verfügung stellt. Dieser besteht hauptsächlich aus verschiedenen Berichten, Vorstellungen und Abstimmungen zu diversen Punkten und der Entscheidung über die Aufnahme neuer Fanprojekte. So wurden an diesem Tag die Standorte Heidenheim und Regensburg offiziell in die Fanprojektfamilie aufgenommen.

Diese drei Tage boten mir über den fachlichen Input hinaus mal wieder eine gute Möglichkeit sich über einige Punkte und Themen mit KollegInnen verschiedenster Standorte auszutauschen und werden daher von mir als hilfreich und wertvoll erachtet.

Mehr Infos zur Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekt (BAG) hier.

 

Fanprojekt Kaiserslautern
Kniebrech 7
67657 Kaiserslautern
T  0631 41450672
M 0175 2994960
    0175 7045731
    0159 04655370
F  0631 41450674
mail/at/fanprojekt-kl.de

 

Aktuelle Termine

14.11.2018 TSV Gau-Odernheim - 1. FC Kaiserslautern 19:30 Uhr (Verbandspokal)

15.11.2018 Thekenabend im Fanprojekt 18:00 - 22:00 Uhr

 

 

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